Fragen und Antworten

Fragen der Teilnehmer unserer alternativen Baustellenführung am 7.8.2019, die nicht spontan beantwortet werden konnten:

Welche Regenstärke bewältigt unsere Kanalisation?

Wir haben ausgerechnet: ein Regen mit 50 l/h/m² (50 Liter pro Quadratmeter und Stunde) in einem Gebiet von 10 km² erzeugt überschlägig (wenn man die Versickerung im nur noch geringen Maß vorhandenem unversiegelten Gelände, d.h. im Erdreich, vernachlässigt), einen Abwasserstrom von 139 m³/s (Kubikmeter pro Sekunde), das also würden unsere 3 Düker unter dem Tiefbahnhof noch schaffen. Die Gesamtleistung der drei Düker beträgt etwa 140 - 150 m³/s (Gutachten Hans Heydemann 2014). Es ist allerdings zu bemerken, dass ein weitläufiges, ausgedehntes Kanalnetz eine stark verzögernde Wirkung hat, so dass eine Überlastung des Sammelkanals im allgemeinen erst bei einem länger andauernden Starkregenereignis auftritt. 

Warum ist der Steg vor dem LBBW-Gebäude gesperrt (Nordkopf)?

Die Bauarbeiten unter dem Steg sind beendet, der Steg kann abgebrochen werden, Ende August soll die Verkehrsfläche wieder zur Verfügung stehen.

Was entsteht bei den Geländearbeiten vor dem Turm des Bonatz-Gebäudes?

Es entstehen Baustelleneinrichtungsflächen.

Warum stehen die Blauen Rohre noch?

Die Rate, mit der die aus Schwarzstahl bestehenden Rohre rosten, beträgt 1 bis 16 g/m²/d (Gramm pro Quadratmeter pro Tag). Bei 1 g/m²/d lösen sich etwa 0,05 mm/a (mm/Jahr), bei 10 g/m²/d aber schon 0,5 mm/a, bei 15 g/m²/d schon 0,7 mm/a auf. Da wir keine Analysen bekommen, die unter konstanten Strömungsbedingungen dem System entnommen wurden, können wir nicht sagen, welche Auflöserate sich in den Rohren einstellt. Wenn man wenn man vor einer Analyse / Probenahme an der Entnahmestelle spült, ist zu wenig Eisen im Wasser, als es der Auflöserate entspricht, wenn man die Probe aus dem stehenden Wasser im Rohr entnimmt, ist zu viel drin.

Kann man in den Tbf mit einem Kranken-/Notarztwagen auf die Bahnsteige fahren? Oder zumindest auf die Gleise?

Nein! Der derzeitige Planungsstand sieht keine Zufahrtmöglichkeiten für Straßenfahrzeuge in die Tiefbahnsteighalle mehr vor. Die ursprünglich vorgesehene Befahrbarkeit der Gleisstrecken für Straßenfahrzeuge im Tiefbahnhof wurde mit Zustimmung der Branddirektion fallengelassen. Damit sind auch keine Einfahrten für Rettungs- und Notarztwagen in die Tiefbahnsteighalle mehr möglich.